Mobilstationen Landgericht & Steele

Die Stadt Essen ist im Jahr 2017 Grüne Hauptstadt Europas. In der Bewerbung für die Grüne Hauptstadt, die vom Rat der Stadt Essen beschlossen wurde, wird als ambitionierte verkehrliche Zielsetzung ein Modal Split von 25% je Verkehrsart für das Jahr 2050 beschrieben.

Die Verknüpfung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes, erweitert um das CarSharing zu einem sogenannten Mobilitätsverbund, erscheint als vielversprechender Ansatz um den Modal Split in die von der Stadt Essen gewünschte Richtung zu lenken und das Angebot von Bus und Bahn zu ergänzen. Der ÖPNV bietet für viele Wege ein gutes Mobilitätsangebot aber eben nicht für alle. Diese Lücke schließen Leihfahrräder, das eigene Fahrrad und CarSharing oder auch das Taxi. Das Zusammenführen dieser Verkehrsangebote an einem Ort ermöglicht lückenlose Mobilitätsketten sowie die generelle Möglichkeit zur Nutzung aller Mobilitätsmodi an einem Ort.

Ziel der Stadt Essen und der EVAG ist es, sich als Verkehrsunternehmen zum Mobilitätsdienstleister für die Stadt Essen weiter zu entwickeln. Dabei wird das Linienangebot des ÖPNV um ergänzende Verkehrsdienstleistungen erweitert, die einerseits die letzte Meile in den Blickpunkt rücken (Tür zu Tür) und Mobilitätsmöglichkeiten für Randzeiten sowie besonderer Ziele zur Verfügung stellen (z.B. abendlicher Theaterbesuch, ländlicher Wochenendausflug).

Bisher gibt es in Essen keine Standorte, an denen alle oben genannten Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Mit der Errichtung der zwei Mobilstationen soll die Zusammenführung beispielhaft vollzogen werden. Damit wird auch eine räumliche Grundlage geschaffen, Bus und Bahn, Fahrrad und CarSharing gemeinsam als Alternative zum eigenen Auto bekannter zu machen und den Zugang zu vereinfachen. Durch die Einrichtung von Mobilstationen wird der Vernetzungsgrad merklich gesteigert, insbesondere durch die enge Verzahnung zwischen ÖPNV und CarSharing im öffentlichen Raum. Die EVAG-App Essen Mobil  führt die notwendigen Informationen zusammen und erleichtert die Nutzung über eingerichtete Funktionen.

Am 3. Juli 2017 wird die Mobilstation Landgericht  eröffnet, vermutlich folgt die Eröffnung der Mobilstation Steele S in der Mobilitätswoche, im September 2017.

Mobilstation Landgericht

Das Projekt „Mobilstationen an den Haltestellen Steele S und Landgericht zur Verknüpfung des ÖPNV,Fahrradverkehrs und CarSharing“ wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert. Zu den Fördervoraussetzungen zählt, dass der beteiligte CarSharer einen „Blauen Engel“ vorweisen kann und das eine Befragung von CarSharing-Nutzern zu Beginn und zum Abschluss des Projektes nach 5 Jahren durchgeführt wird.