Verspätungen im U-Stadtbahnnetz
EVAG leitet Gegenmaßnahmen ein
Seit Beginn der Woche kam es sowohl auf der U11, als auch auf der U17 und U18 vermehrt zu Verspätungen bei U-Bahnen im Früh- und Spätverkehr. Die Essener Verkehrs-AG führte daraufhin umgehend eine ganztägige Fahrplantreueprüfung durch. In einer internen Planungsrunde wurden die Ergebnisse der Prüfung analysiert und nachfolgende Ursachen für die Verspätungen herausgefunden:
Eine Signalanlage an der Haltestelle Fischerstraße ist anfällig für die derzeitige Witterung. Bedingt durch Schnee und Salzwasser fällt diese Anlage wesentlich häufiger aus. Diese Signalanlage muss dann durch das Fahrpersonal der U11 von Hand bedient werden, damit die Weiterfahrt für möglich wird. Dafür muss das Fahrzeug verlassen werden, um mit einem Schlüssel die Signalanlage manuell zu schalten. Das wiederum verkürzte die sogenannte Wendezeit und führte zu Verspätungen auf der U11. Diese Verspätungen haben dann in einer Kettenreaktion zu Verzögerungen auf der U17 und U18 geführt, da diese drei U-Bahnlinien alle am Hauptbahnhof durch die selbe Tunnelanlage und über dasselbe Gleis fahren und sich dadurch gegenseitig gestört und behindert haben.
Um die gesamte Verkehrslage zu entzerren, leitet die EVAG ab dem morgigen Betriebsbeginn folgende Maßnahmen ein: Für die Linie U 11 wird ein zusätzlicher Doppelzug zur Verfügung gestellt, um bei anfallenden Verspätungen Ausgleich zu schaffen. Für einen reibungsloseren Ablauf in den Verkehrsspitzen muss die EVAG zudem die Aufenthaltszeit der U-Bahnen am Essener Hbf verkürzen. Deswegen werden die Fahrerinnen und Fahrer ab morgen am Essener Hauptbahnhof per Knopfdruck alle Türen gleichzeitig öffnen und schließen. Die Anforderungsbedienung der Türen durch die Fahrgäste entfällt.
Die EVAG bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für diese Maßnahme und bittet sie weiterhin um Hinweise zu Verspätungen und Verkehrsstörungen. Diese werden unter http://www.evag.de/kontakt.html entgegengenommen.

