
19.08.2011
Die Essener Verkehrs-AG (EVAG) wird die drei bereits verbauten Fahrleitungsmasten an der Friederikenstraße entlang der Tramlinie 106 versetzen. Dies ist ein Ergebnis des heutigen Abstimmungsgespräches zwischen Verkehrsbetrieb und der Stadt Essen.
Der Fachbereich Fahrwegetechnik hatte heute zwei Varianten vorgestellt, wie in besonders schmalen Straßen, der Aufbau der Masten und deren Lage für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner am verträglichsten erfolgen kann. Für die nur 15 Meter breite Friederikenstraße kommt danach entweder eine Lage direkt am Fahrbahnrand auf Bordsteinhöhe oder knapp eingerückt ins Hohlraumprofil der Straße in Frage. Beide Varianten würden nach der Gleiserneuerung in diesem Linienabschnitt im nächsten Jahr mit einer Insel eingefasst.
Vor dem Weiterbau der Maßnahme wird sich die EVAG mit den zuständigen Ämtern, der Bezirksvertretung und im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Bürger mit allen Anspruchsgruppen abstimmen. Bis zu einer einvernehmlichen Regelung gilt für die Montage von Fahrleitungsmasten weiterhin ein Baustopp.
Der Aufbau von Fahrleitungsmasten wurde nötig, da moderne Niederflurstraßenbahnen eine bessere Energieversorgung auf der Strecke benötigen. Dies wird mit einem Fahrleitungsdraht erreicht, der wiederum an einem ebenfalls stromführenden Haltedraht hängt, der sogenannten Hochkette. Neben ökonomischen Vorteilen wie geringerem Energieverbrauch, ist das System signifikant weniger störanfällig und sorgt damit für eine höhere Fahrplantreue.
Ab 2013 wird die EVAG 27 moderne Niederflurtrams anschaffen, die unter anderem auf der Tramlinie 106 eingesetzt werden sollen.