EVAG-Pressemitteilungen
Familien brauchen Bus und Bahn
Nahverkehr ist wichtiger Faktor für Familienfreundlichkeit
Gute Angebote von Bussen und Bahnen sind für Familien* in Städten mit über 500.000 Einwohnern besonders wichtig. Für 43 Prozent der Familien in Städten wie Essen hat der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine große bis sehr große Bedeutung. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit spielen Busse und Bahnen eine zentrale Rolle. Wichtige Fahrgäste sind Alleinerziehende. Sie nutzen die städtischen Bus- und Bahnangebote überdurchschnittlich oft. Das zeigt eine aktuelle Studie von TNS Infratest zur Mobilität von Familien in Deutschland im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) vom März 2008.„Die Essener Verkehrs-AG ist ein wichtiger Faktor für Familien. Mit unseren Angeboten haben wir uns stark auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet“, kommentiert Klaus-Werner Siewior, Vorstand der Essener Verkehrs-AG und verantwortlich für den Bereich Regie, die Ergebnisse der TNS-Studie. „So bieten wir zum Beispiel im Rahmen der Essener Familienkarte allen Familien an sämtlichen Sonntagen im Juli den ganzen Tag freie Fahrt in U-Bahnen, Bussen und Trams der EVAG im Essener Stadtgebiet an.“ Die Bedeutung des Nahverkehrs unterstreichen auch die aktuellen Fahrgastzahlen. Diese stiegen von 122 Mio. in 2006 auf zuletzt 124 Mio. Fahrgäste. Besonders nachgefragt waren Abos. Von aktuell 111.000 EVAG-Abonnenten nutzen allein 40.000 das SchokoTicket. In der TNS-Umfrage rechnen mehr als 80 Prozent aller Familien damit, dass die Bedeutung des ÖPNV für sie zunehmen oder zumindest gleich bleiben wird. Wichtigster Weg ist die Fahrt zur Arbeit: In Städten mit über 500.000 Einwohnern nutzen 24 Prozent dafür den ÖPNV.
Gute Anschlüsse ins Kino und zum Shopping
Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass Familien in der Freizeit mit den Angeboten des ÖPNV planen. 22 Prozent sind in Ballungsräumen auf dem Weg ins Kino oder Theater mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Beispiel Verkehrsknotenpunkt Berliner Platz: „Mit drei U-Bahn-Linien, vier Tram- und jeweils vier Bus- und NachtExpressverbindungen fährt die EVAG täglich 1.700-mal den Berliner Platz an, am Wochenende sogar rund um die Uhr und zwar von Freitagmorgen 4.00 Uhr bis Montagmorgen 2.00 Uhr. Damit wollen wir den Menschen auch in der Freizeit die Chance geben, ihre Wege mit Bus und Bahn zurückzulegen“, so Klaus-Werner Siewior
Mittelkürzungen für Familien in Ballungsräumen besonders hart
Gerade weil ihnen das Angebot von Bussen und Bahnen in Ballungsräumen so wichtig ist, fürchten die Familien hier Angebotseinschnitte durch finanzielle Kürzungen. Knapp 52 Prozent der Familien geben an, dass Kürzungen bei Bussen und Bahnen seitens des Staates eher negative bis sehr negative Folgen für sie hätten. „Familien brauchen einen leistungsfähigen ÖPNV zu bezahlbaren Preisen“, so Peter Renzel, Verwaltungsvorstand und in Essen verantwortlich für die Bereiche Jugend, Bildung und Soziales. „Gerade in Zeiten steigender Energiekosten wird ein gutes Nahverkehrsangebot immer wichtiger.“ Vor allem, da über 28 Prozent der Familien in Ballungsräumen finden, dass das Angebot von Bussen und Bahnen in den vergangenen Jahren besser geworden ist.
Besonders viele Alleinerziehende unter den Fahrgästen
Eine besondere Bedeutung haben Busse und Bahnen für Alleinerziehende. 46 Prozent von ihnen können auf den ÖPNV gar nicht verzichten. Dieser Stellenwert zeigt sich auch im Nutzungsverhalten: Unter allen Befragten wählen sie am häufigsten Busse und Bahnen auf dem Weg zur Arbeit (27 Prozent) und im Freizeitverkehr (23 Prozent). „Alleinerziehende Mütter und Väter haben oft keine andere Möglichkeit, ihre Alltagswege zu organisieren“, ergänzt Peter Renzel.
Schaubild: Kürzungen.pdf

